Willkommen auf diesem Blog

Die Performance einer Fluggesellschaft wird stark durch das Safety- und Qualitätsmanagement geprägt, das alle Verfahrensschritte und Verfahren – von der Ausbildung der Piloten, Flugbegleiter bis zur Wartung - bis ins kleinste Detail dokumentiert und überwacht. Die Qualitäts- und Sicherheitsstandards gehen über die wesentlichen, gesetzlich vorgeschriebenen nationalen und internationalen Anforderungen hinaus. Das "Safety und Quality"-Management wacht firmenintern über diese Standards, überprüft das korrekte Reporting aller betroffenen Firmenbereiche und gibt bei Bedarf neue Ziele verbindlich vor. Dieser Blog zeigt in erster Linie die Elemente und den Aufbau eines Safety Management Systems in der Luftfahrt und zeigt wie QM und SMS sich gegenseitig ergänzen. Weiters werden Themen/News erläutert die Einfluss auf die Sicherheit in der Luftfahrt haben. Er dient in erster Linie als Schulungsunterlage und wird laufend adaptiert. Dieser Blog dient aber auch zur Anregung von Diskussionen über die Branche Luftfahrt hinaus, denn Safety Management Systeme in ähnlicher Form sind auch in anderen Unternehmen zu etablieren. Am Ende jedes Eintrages findet man die Möglichkeit einen Beitrag in Form eines Kommentars zu leisten. Der Verfasser freut sich über jegliche Kommentare und ist stets bemüht diese auch entsprechend zu behandeln. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einer Fachdiskussion. Viele der eingetragenen Kommentare vertiefen auch die angesprochenen Thematiken und werden laufend ergänzt.

Mittwoch, 24. August 2016

IATA Sicherheitsbericht für 2015

2015 gab es dem IATA-Bericht zufolge insgesamt 68 Unglücke, bei denen 136 Menschen ums Leben kamen. 2014 waren insgesamt 641 Menschen bei Unglücken gestorben - laut IATA-Einschätzung das bis dahin sicherste Jahr in der Zivilluftfahrt. Der Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt bei 504 Opfern. Statistisch gesehen gab es einen größeren Unfall pro 3,1 Millionen Flüge. Die langfristigen Zahlen zeigten, dass die kommerzielle Luftfahrt immer sicherer werde. Die Airlines transportierten den Angaben zufolge bei 37,6 Millionen Flügen insgesamt mehr als 3,5 Milliarden Passagiere.Dem Luftfahrverband IATA gehören derzeit 250 Airlines an, die zusammen 83 Prozent der kommerziellen Luftfahrtindustrie weltweit repräsentieren.


A380 Welcome to Vienna (01.07.2016)

Dienstag, 9. Juni 2015

Verkehrssicherheitsarbeit in Österreich

Verkehrssicherheitsarbeit ist ethisch geboten und auch als volkswirtschaftlich erfolgreich zu bewerten. Gemäß dem internationalen Standard in der Unfallursachenforschung sowie auf Basis der Konzepte und Strategien der Verkehrssicherheitspolitik der Europäischen Union und den diesbezüglichen gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen ist es das Ziel einer Sicherheitsuntersuchung durch eine unabhängige Stelle, aus Fehlern zu lernen, Wiederholungen zu vermeiden und dadurch die Verkehrssicherheit zu verbessern.

Die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes kurz: SUB ist als Organisationseinheit in der Bundesanstalt für Verkehr (BAV) - eine Dienststelle des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) - eingerichtet. Sie ist multimodal strukturiert und umfasst die Bereiche Schiene, Schifffahrt, Seilbahnen und Zivilluftfahrt. Die SUB ist funktionell und organisatorisch unabhängig von allen Behörden und Parteien, öffentlichen und privaten Stellen, deren Interessen mit den Aufgaben der SUB kollidieren könnten.

Die zentrale Aufgabenstellung der SUB ist die Untersuchung von Unfällen und Störungen durch ein qualifiziertes Untersuchungsverfahren, die Feststellung der möglichen Ursachen und erforderlichenfalls die Ausarbeitung von Sicherheitsempfehlungen als Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Die Untersuchung dient nicht der Klärung von Schuld und Haftungsfragen. Sämtliche Untersuchungsberichte werden auf der Webseite der Bundesanstalt für Verkehr veröffentlicht.
http://versa.bmvit.gv.at

Mittwoch, 22. April 2015

Safety Management im Cockpit




Nutzung von Kommunikation und Zusammenarbeit der Besatzung:
Facts: Analyse der Situation,was ist passiert?
Options: Welche Möglichkeiten haben wir?
Risks & Benefits: Was spricht wofür?
Decide: Was tun wir also?
Execution: Wer macht wann,was und wie?
Check: Ist alles noch richtig?

Dienstag, 31. März 2015

Risikobasiertes Denken

Die ISO definiert Risiko als Auswirkung von Ungewissheit auf ein erwartetes Ergebnis.
Die Auswirkung selbst ist eine negative (Risiko) oder positive (Chance) Abweichung vom Erwarteten.
Ungewissheit ergibt sich durch das Fehlen von Informationen, Fehlen des Verständnisses für und Wissen um ein Ereignis und dessen Folgen oder Wahrscheinlichkeit.
Risiken stehen somit für mögliche Ereignisse und deren mögliche Auswirkungen bei deren Eintreten.

Der risikobasierte Ansatz steht für
- proaktives (vorbeugendes) Tun anstelle Reaktion auf Ereignisse
- ein Qualitätsmanagementsystem als vorbeugendes Instrument
- das Verhindern oder Verringern unerwünschter Ereignisse
- ein effektiveres und effizienteres Erreichen konsistenter und vorhersehbarer Ergebnisse
- “Vorbeugungsmaßnahmen” anstelle Korrekturen und Korrekturmaßnahmen
- die Berücksichtigung von Risiken und Chancen bei der strategischen Planung, der operativen Umsetzung und deren Bewertung verbesserte Fähigkeit zur Wertschöpfung durch gemeinsames Nutzen von Ressourcen und Kompetenz (Wissen)
- sowie Leiten und Lenken qualitätsbezogener Risiken.

Risikobasiertes Denken fordert und fördert eine Berücksichtigung von Risiken und Chancen beim Planen (Plan), Durchführen (Do), Prüfen (Check) und Handeln (Act) der für das Qualitätsmanagementsystem benötigten Prozesse und deren Wechselwirkungen.

ISO 9001 Rev 4 Risikomanagement

Die ISO 9001 wurde erstmals 1987 veröffentlicht. Heute sind mehr als 1 Million Organisationen entsprechend zertifiziert. Nach Revisionen 1994, 2000 und 2008 wird nun die 5.Ausgabe im September 2015 erscheinen.
Die Revision 4 wird sehr umfangreich und beinhaltet wesentliche Neuerungen. Eine wesentliche Anforderung wird das Erfassen und Bewerten von Risiken. Jede Organisation soll sich Gedanken machen, welche Risiken und welche Chancen mit den jeweiligen Prozessen einhergehen.
Beispielhaft:
Finanzielle Risiken, personelle Risiken, organisatorische Risiken, Veränderungen bei Kunden und Lieferanten, rechtliche Risiken, produktbezogene, lokale und internationale sowie politische.

Zielsetzung der Revision:
Reduzierung von Geschäftsrisiken durch transparente und verbesserte Prozesse, Fehlervermeidung statt Korrektur, geringere Kosten durch effizientere Prozesse, schnellere Reaktion auf veränderte Marktbedingungen, höhere Kundenzufriedenheit, Schaffung von Vertrauen / Reputation, Zugang zu neuen Märkten, erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit und Motivation.

Donnerstag, 19. März 2015

IATA Sicherheitsbericht für 2014

Trotz einiger tödlicher Flugzeugunglücke wie der verschwundenen Maschine MH370 ist das Jahr 2014 nach Angaben des internationalen Luftfahrtverbands IATA das sicherste in der zivilen Luftfahrt gewesen.
Im Jahr 2014 zählte die IATA zwölf tödliche Flugzeugunglücke mit insgesamt 641 Opfern. Zwischen 2009 und 2013 waren es durchschnittlich 19 Abstürze mit 517 Opfern pro Jahr.
Laut IATA-Bericht ereignete sich im Jahr 2014 ein Flugzeugunglück auf 4,4 Millionen Flüge.
Die Quote liege bei 0,23 Unglücken pro einer Million Flüge und befinde sich damit auf dem tiefsten Stand in der Geschichte der Luftfahrt.

Montag, 9. Februar 2015

FAA Safety Management Systems Basics



ANNEX 19:

Die internationale Luftfahrtorganisation ICAO hat eine Ergänzung über das Sicherheitsmanagement im Rahmen des Chicagoer Abkommens über die zivile Luftfahrt herausgegeben. Der Annex 19 fasst mit wenigen Ausnahmen die Verfügungen zusammen, die bislang zu diesem Thema in den Annexes 1, 6, 8, 11, 13 und 14 zu finden waren.